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Das Große ABC für interkulturelle Leser - Peter Lang Verlag, 2015

Das Große ABC für interkulturelle Leser

Als Leser, Herausgeber und Forscher von interkultureller Literatur hat Carmine Chiellino im Laufe von drei Jahrzehnten eine elementare deutschsprachige Terminologie erarbeitet, um über seine Erfahrungen mit der interkulturellen Literatur in Westeuropa und in Nordamerika anders als in den geläufigen Diskursen zu denken und zu schreiben. Die Terminologie ist aus der schlichten Notwendigkeit hervorgegangen, Schreibmodelle und Strategien, eigene Motivationen und fremde Zwänge beim Sprachwechsel, interkulturelle Lebensläufe und Entstehungskontexte, Projekte und Fragestellungen, die in Werken von interkulturellen Schriftstellern aus unterschiedlichen Sprach- und Kulturräumen vorkommen, stichwortartig zu erfassen.
Dieser Band stellt rund 100 Stichwörter vor, die durch Textbeispiele, Werkbeispiele, Autorenbeispiele oder Kontextbeispiele erläutert werden und den Leser unterstützen sollen, die betreffenden Werke interkulturell lesen zu können. Die Textbeispiele sind in der Originalsprache und mit der deutschen Übersetzung wiedergegeben.

Carmine Chiellino (1946 in Carlopoli, Italien) ist ein interkultureller Literaturwissenschaftler, der bis 2012 an der Universität Augsburg tätig war.

Die Bände zur interkulturellen Literatur in deutscher Sprache werden von Carmine Chiellino und Szilvia Lengl herausgegeben.

Parole erranti - Cosmo Iannone Editore, 2001

Parole Erranti

Un quaderno „periscopico“. Così si potrebbe definire questa raccolta di saggi di Carmine Chiellino, che apre finalmente una visuale critica profonda sulla produzione letteraria degli autori di origine italiana e sulla stessa comunità italiana in Germania, la più grande al mondo, l’unica in costante crescita. Ma anche la meno conosciuta.

Molteplici e stimolanti sono le ragioni che consentono di considerare la pubblicazione un evento culturale. Quella più diretta consiste nell’ampio riferimento ad autori e materiali considerati in Germania essenziali per una lettura criticamente fondata e culturalmente aperta della produzione letteraria degli ultimi decenni, ma quasi del tutto ignorati in Italia, con l’eccezione di pochi specialisti.

Indice

  • ⋅ Minoranze implose e latenze linguistiche
  • ⋅ Il contesto e l’antologia
  • ⋅ Letteratura in emigrazione al femminile
  • ⋅ Modelli letterari per raccontare la grande emigrazione (1861-1915)
  • ⋅ Parole erranti
  • ⋅ Interculturalità: la via da seguire?
  • ⋅ La memoria biculturale
  • ⋅ L’estetica della diversità. Intervista di Antonino Mazza, Ottawa.
  • ⋅ La letteratura italiana nella RFT dal 1964 al 1994.

Liebe und Interkulturalität - Stauffenburg Verlag, 2001

Liebe und Interkulturalität

Die vorliegenden zwölf Essays stellen eine Auswahl aus Tagungs-, Bücher- und Zeitschriftenbeiträgen dar, die ich nach der Veröffentlichung der Monographie „Literatur und Identität in der Fremde - Zur Literatur der italienischen Autoren in der Bundesrepublik“ (1985) und des Gesprächsbuches „Die Reise hält an - Ausländische Künstler in der Bundesrepublik“ (1988), und parallel zum Werk „Am Ufer der Fremde - Literatur und Arbeitsmigration 1870-1991“ (1995) verfaßt habe.
Drei von ihnen - „Liebe und Interkulturalität“, „Sprachwechsel a.B. Franco Biondi“ und „Der interkulturelle Roman“ -, die seit einiger Zeit im Werden waren, habe ich für diesen Band zu Ende geschrieben. Sämtliche Beiträge sind den AutorInnen gewidmet, die literarische Werke im Kontext der Einwanderung geschaffen haben.

Wie jeder Essayband, der thematisch begrenzt ist, will auch dieser eine Einführung sein, und zwar eine Einführung in die interkulturelle Literatur, so wie sie sich in der Bundesrepublik seit 1964 bis heute entwickelt hat.
Das Spezifische an dieser Einführung hängt mit meinem Standort als Verfasser der Essays zusammen. Als deutschsprachiger Lyriker war ich an der Entstehung der interkulturellen Literatur in Deutschland, sei es als Autor (ab 1976), sei es als Herausgeber (1983-87), sei es als Mitbegründer von PoLikunst (Polynationaler Literatur- und Kunstverein 1980-86) unmittelbar beteiligt. Jeder Essay ist daher als Diskussionsbeitrag entstanden. Meine Absicht war damals wie heute, Aufmerksamkeit für die Gründungswerke zu erwecken und zugleich Vorschläge einzubringen, um das Profil der gesamten Literaturbewegung zu schärfen. Dennoch kann ich nicht behaupten, daß die Beiträge fern von jedem Einfluß der Literaturdiskussion der Zeit entstanden sind. Als Konstante durch alle Essays erkenne ich aus der heutigen Sicht ein stetiges Ringen um intellektuelle und ästhetische Autonomie gegenüber den öffentlichen Diskursen über Einwanderung, Multikulturalität, europäische Identität und über alle Varianten der Alterität. Als Konstante erblicke ich auch die „ideologische“ Unsicherheit aufgrund des Verschwindens von Anhaltspunkten wie internationale Solidarität und Engagement durch Kreativität.

Interkulturelle Literatur in Deutschland - J.B. Metzler Verlag, 2000

Interkulturelle Literatur in der Bundesrepublik

Interkulturelle Literatur bezeichnet die Literatur der in Deutschland lebenden Autor/Innen nicht deutscher Herkunft, die in den gängigen Literaturgeschichten meistens nur marginal behandelt wird. Dieser Band präsentiert die wichtigsten Autor/Innen dieser Literatur, stellt ihre Werke vor, ihre Themen und ihre Sichtweise der bundesdeutschen Wirklichkeit. Weitere Kapitel widmen sich der interkulturellen Arbeit u. a. in Film, Theater, Kabarett, Musik und Kunst. Informationen zu Forschungszentren, Literaturpreisen sowie eine ausführliche Bibliographie schließen den Band ab.

Fremde - Guernica Verlag, 1995

Fremde

Gino Chiellino is a foreigner (an Auslander, a Fremder) –– an Italian living in Germany and writing in German. The experience of being foreign defines his life and his work, and it is the issue he addresses in this selection of essays. Yet Gino Chiellino is not just a foreigner; he is doubly estranged: in his texts there is no returning 'home', nor is it possible to ever arrive in the new culture. The essence of foreignness seems rather to derive from a critical distance on those who base their identity on some national state as well as on those foreigners who disdain assimilation. Chiellino explores the impact of this problematic debate on foreign artists and their (non)integration into the German cultural scene.

Table of Contents

  • ⋅ Preface: Taking the Liberty to Write
  • ⋅ Common Interests that Separate, Differences that Connect
  • ⋅ We Need an Open Culture! Abolishing Mental Borders
  • ⋅ On Current Critical Responses to Literature by Foreigners in Germany

Am Ufer der Fremde - J.B. Metzler Verlag, 1995

Am Ufer der Fremde

Wie viele deutsche Literaturen gibt es eigentlich?
Bei der Beantwortung dieser Frage kommt die unübersehbare Literatur der hier lebenden Ausländerinnen und Ausländer meist zu kurz. Carmine Chiellino, Schriftsteller und Wissenschaftler, behandelt das Thema Literatur und Arbeitsmigration zum ersten Mal umfassend und auf verschiedenen Ebenen: - Er geht auf die italienische Autoren ein, die zwischen 1870 und 1950 Auswanderung thematisiert haben, - er widmet sich der bundesrepublikanischen Literatur der sechziger und der siebziger Jahre, in der das Thema der kulturellen Andersartigkeit zum ersten Mal aufscheint, - und er stellt die Literatur von in der BRD schreibenden Ausländerinnen und Ausländer vor, wie z.B. Aras Ören, Franco Biondi und Aysel Özakin.

Aus dem Inhalt

  1. TEIL
    • Italienische Literatur und Auswanderung 1870-1950
    • ⋅ Spätromantische Anzeige
    • ⋅ Verismus und Auswanderung
    • ⋅ Literatur und Auswanderung am Wendepunkt
    • Erste Zwischenbilanz
  2. TEIL
    • Die Gastarbeiter in der bundesdeutschen Literatur zwischen 1965-1975
    • ⋅ Rainer Werner Fassbinder: Katzelmacher
    • ⋅ Heinrich Böll: Gruppenbild mit Dame
    • ⋅ Siegfried Lenz: Wie bei Gogol
    • Zweite Zwischenbilanz
  3. TEIL
    • Literatur ausländischer Autoren in der Bundesrepublik
    • ⋅ Für eine Geographie der sprachlichen und literarischen Verflechtungen
    • ⋅ Aras Ören
    • ⋅ Die Fremde wohnt in der Sprache. Drei Beispiele: Yüksel Pazarkaya, Giuseppe Giambusso, Franco Biondi
    • ⋅ Die Fremde als Ort der Emanzipation der Frau
      Von Vera Kamenko (1978) bis Aysel Özakin (1982-1991)
    • Dritte Zwischenbilanz

Vergleichender Ausblick
Bibliographischer Apparat

Literatur und Identität in der Fremde - 1989

Literatur und Identität in der Fremde

Aus dem Vorwort:

Als die erste Auflage von Literatur und Identität in der Fremde, die 1985 im Selbstverlag erschienen war, vor mir lag, stand die Entscheidung fest, daran weiterzuarbeiten. Ich entwarf sofort einen Arbeitsplan, um die Vorgeschichte der Literatur italienischer Autoren in der Bundesrepublik (1964-1982) durch eine literaturkritische Darstellung der inzwischen eingetretenen vielversprechenden Fortsetzung (1983-1988) zu ergänzen. Es sollte ein Art von work in progess werden. Die wiederholten Einladungen an mich, über die Literatur der Ausländer in der Bundesrepublik aus der Sicht eines italienischen Autors zu sprechen, haben dazu beigetragen, dass die geplanten Essays als Vorträge entstanden sind, die der Reihe nach bei der Werner-Reimer-Stiftung in Bad Homburg und an der Universitäten Tübingen, Passau, TU Berlin und North York in Toronto (Canada) gehalten worden sind.

Aus dem Inhalt

  1. Teil
    1. Vorgeschichte der Literatur der Ausländer innerhalb der italienischen Minderheit
    2. Erfahrungen und Experimente mit der eigenen Identität in der Fremde
  2. Teil
    1. Ein Plädoyer für mehr Sprachigkeit
    2. Gastarbeiterdeutsch?
    3. Themen für eine Literatur in der Fremde
    4. Carmine Abate und Dante Andrea Franzetti oder die zweite Generation auf der Suche Ihrer Vergangenheit

Die Reise hält an - C.H. Beck Verlag, 1988

Die Reise hält an

Seit Anfang der 70er Jahre ist in der Bundesrepublik eine von Ausländern gestaltete Literatur und Kunstlandschaft entstanden, die durch ihre Qualität und Vielfalt die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Schriftsteller und Verleger, Maler und Bildhauer, Theatergruppen und Pantomimen, Musiker und Komponisten, Publizisten und Kulturvermittler aus den verschiedenen Herkunftsländern tragen durch ihr Schaffen dazu bei, dass sich die Bundesrepublik zu einer offnen Kulturgesellschaft entwickeln könnte.

Die 19 Gespräche, darunter mit den Schriftstellern: Franco Biondi, Zvonko Plepelić, SAID, Şinasi Dikmen, José F.A. Oliver und Aras Ören hat Carmine Chiellino geführt.